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Thema: Cannabis und Cannabinoide bei Migräne und Kopfschmerzen

  1. #1
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    Cannabis und Cannabinoide bei Migräne und Kopfschmerzen

    Hallo!

    Ich möchte hier meine Erfahrungen mit Cannabinoiden bzw. Cannabis bei schwerer Migräne und anderen Kopfschmerzen schildern und hoffe, dass sie dem ein oder anderen helfen können.

    Meine Schmerzsymptomatik: Verschiedene Kopfschmerzarten, teilweise nicht identifiziert (bekannt: Migräne mit und ohne Aura, Spannungskopfschmerz, SUNCT), täglich bis zu 10 Stunden am Tag, sowohl konstant als auch wellenartig verlaufend.

    Begleiterscheinungen während der Schmerzattacken: Lichtempfindlichkeit, Lärmempfindlichkeit, Übelkeit, Verdauungsstörungen, Reizbarkeit, verzögerte Augenbewegungen bzw. Schielen, Erschöpfung, Nervosität und Bewegungsdrang, Wortfindungsstörungen.

    Medikation: Ich habe natürlich viele verschiedene Medikamente teilweise über lange Zeiträume eingenommen und auch nichtmedikamentöse Therapien probiert. Die Wirkung war nie sehr gut und es konnten nicht annähernd alle Symptome und Schmerzen abgedeckt werden. Viele Medikamente wirkten garnicht und auch Medikamente, die erst halfen verloren an Wirkung über die Zeit und Nebenwirkungen wurden verstärkt.

    Nach vielen Jahren entdeckte ich CBD und die positive Wirkung auf meine Schmerzen. Die Wirkung hielt aber nicht lange an. Die Einnahme erfolgte damals schon in Rücksprache mit mehreren Ärzten. Einige Zeit später wurde mir Sativex verschrieben. Die Wirkung war in Kombination mit CBD besser, aber viele Schmerzverläufe waren noch schwer unter Kontrolle zu bekommen und auch andere Symptome waren noch zahlreich.

    Kurz nach der Gesetzesänderung in diesem Jahr habe ich Cannabisblüten verschrieben bekommen. Zuerst habe ich nur inhaliert, die Wirkung war da aber ähnlich wie bei Sativex. Als ich mir dann ein öliges Extrakt aus den Blüten hergestellt habe war ich begeistert von der Wirkung! Die Schmerzen gingen stark zurück und auch die Übelkeit war kein Problem mehr. Mit der Zeit wurde die Wirkung noch besser, nachdem ich die richtige Dosierung und Kombination von Blüten gefunden hatte.

    Momentan nehme ich über den Vormittag verteilt 3 mal ein relativ schwach konzentriertes Öl aus einer THC-reichen Sorte ein, nachmittags alle 3 Stunden. Wenn ich eine Dosierung vergesse kommen die Symptome i.d.R. schnell wieder. Außerdem nehme ich 1 oder 2 mal am Tag nur einen Tropfen aus einem schwach konzentrierten Öl mit Bedrolite ein. Das verbessert die Wirkung noch etwas. Wenn ich zusätzlich nicht regelmäßig etwas CBD nehme, dann kommt alle paar Wochen ein Tag, an dem mir nur CBD gut gegen die Schmerzen hilft.

    Mit der Medikation bin ich sehr zufrieden und habe kaum Nebenwirkungen. Während ich in der Vergangenheit auf extrem viele Nahrungsmittel verzichten musste, kann ich jetzt alles wieder zu mir nehmen. Manchmal kann noch ein Nahrungsmittel oder etwas anderes vermehrt Schmerzen triggern, die bekomme ich jetzt aber gut in den Griff, im Notfall auch durch Inhalation, welche mir aber sonst eben nicht so gut hilft.

  2. #2
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    Das ist gerade sehr interessant für mich, was Du da berichtest, denn ich leide selbst unter teils tagelangen Kopfschmerzenphasen und sehe auch manchmal eine sichelförmige Aura (jedoch bis auf einmal unabhängig von den Kopfschmerzen).

    Momentan ist mir auch viel übel. Ich weiß nicht, ob das ein Migränesymptom ist, oder doch gerade eher mit meinen lädierten Schleimhäuten in den Nebenhöhlen zusammenhängt, da mir auch ziemlich schwindelig ist und ich generell so einen "Wattekopf" wie bei einer Erkältung habe.

    Ich habe aber bald einen Termin bei einem neuen Neurologen/Psychiater und spreche das Thema Migräne dort auf alle Fälle an.

    Mein jetziger Arzt sagt, das seien Spannungskopfschmerzen. Die kenn ich allerdings aus meiner Bürozeit ganz anders. Damals wurden sie nicht bei Bewegung schlimmer und lichtempfindlich war ich da auch nicht.

    Bin gespannt, was der neue Arzt dazu sagt.

    Aber schön zu lesen, dass Dir das konzentrierte Öl so gut hilft. :-)
    Viele Grüße,
    Daniela aka Wonder Woman
    Ansprechpartner der regionalen Selbsthilfegruppe Leer, Cloppenburg, Oldenburg und umzu: scm-nordwest@email.de

  3. #3
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    Danke!

    Migräneauren sind oft visuell und sind daran recht leicht zu identifizieren, Übelkeit und Schwindel kommen aber auch in der Aura vor. Aura- und Schmerzphase müssen nicht unbedingt aneinander gekoppelt sein. Spannungskopfschmerzen sind aber auch häufig bei Migränikern. Eine Schmerzerkrankung kommt selten allein ;-)

    Meine Spannungskopfschmerzen kann ich daran erkennen, dass es etwas weh tut wenn ich punktuell Druck im Stirnbereich ausübe. Das sind dann diese Verspannungen und mir hilft Pfefferminzöl ganz gut damit.

    Gute Besserung und viel Erfolg mit deinem Arzt!
    Geändert von moepens (27.09.2017 um 19:09 Uhr)

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