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IACM-Informationen vom 28. Januar 2012

USA: Arizona wird das von den Wählern angenommene medizinische Cannabisgesetz von 2010 nun vollständig umsetzen

Die Gouverneurin von Arizona, Jan Brewer, hat am 13. Januar staatliche Beamte angewiesen, Teile einer im Jahr 2010 angenommenen Wählerinitiative, die die lizenzierte Produktion und Verteilung von Cannabis für therapeutische Zwecke erlaubt, umzusetzen. Das Gesetz erlaubt die Verwendung und den Besitz von bis zu 2,5 Unzen (etwa 70 Gramm) Cannabis für Patienten, die beim staatlichen Gesundheitsministerium registriert sind. Das Gesetz verpflichtet den Staat auch, Regelungen für die Einrichtung von bis zu 125 Cannabisverteilungsstellen, die nach dem staatlichen Gesetz Cannabis produzieren und an Patienten mit einer Erlaubnis verteilen dürfen, zu erlassen.

Am 4. Januar hatte ein Bundesrichter die Beschwerde von Brewer und Generalstaatsanwalt Tom Horne gegen das von den Wählern angenommene medizinische Cannabisgesetz zurückgewiesen. Die Beschwerde, die sie im Mai 2011 eingereicht hatten, sollte gerichtlich klären, ob staatliche Beamte, die das medizinische Cannabisprogramm von Arizona umsetzen, von Strafverfolgung durch die Bundesbehörden bedroht sind. Distriktrichterin Susan R. Bolton wies die Beschwerde zurück und stellte fest, dass Strafverfolgungsmaßnahmen durch Bundesbeamte keine echte Bedrohung für staatliche Beamte, die das Gesetz umsetzen, darstellen. "Die Beschwerdeführer habe nicht dargelegt, dass irgend eine Maßnahme gegen staatliche Beamte in diesem Staat unmittelbar bevorsteht oder droht", schrieb Bolton. Zudem hätten die Kläger nicht gezeigt, dass irgendein anderer staatlicher Beamter in anderen Staaten "wegen Teilnahme an staatlichen medizinischen Marihuana-Lizenzierungen" strafrechtlich verfolgt wurde.

Mehr unter:
www.huffingtonpost.com/2012/01/05/-jan-brewer-medical-marijuana_n_1186781.html

(Quellen: Huffington Post vom 5. Januar 2012, NORML vom 19. Januar 2012)

Kurzmeldungen

Kanada: Zwei Drittel unterstützen die Legalisierung von Cannabis
Zwei Drittel der erwachsenen Kanadier bevorzugen nach einer Umfrage die Legalisierung von Cannabis. Die Telefonumfrage von Forum Research mit 1160 Personen ermittelte einen Anteil von 66 Prozent der Teilnehmer, die eine Kontrolle von Cannabis wie bei Alkohol und Tabak befürworten. (Quelle: UPI vom 18. Januar 2012)

USA: Das Cannabisgesetz von Montana schützt nicht vor Strafverfolgung
Ein Richter hat geurteilt, dass das medizinische Cannabisgesetz von Montana die Lieferanten der Droge nicht vor Strafverfolgung durch den Bund schützen. Distriktrichter Donald Molloy wies am 20. Januar eine Zivilklage von 14 Personen und Unternehmen zurück, die zu den mehr als zwei Dutzend Lieferanten von medizinischem Cannabis gehörten, bei denen im letzten Jahr Razzien durch Bundesbeamte durchgeführt worden waren. (Quelle: Associated Press vom 23 Januar 2012)

USA: Razzien in Cannabisverteilungsstellen von Colorado
Strafverfolgungsbehörden des Bundes führten am 12. Januar Razzien bei mehr als zwei Dutzend medizinischen Cannabisverteilungsstellen durch, die sich innerhalb von 1000 Fuß von Schulen befanden, und gaben den Besitzern 45 Tage Zeit, den Betrieb einzustellen oder strafrechtlich und zivilrechtlich angeklagt zu werden. (Quelle: Reuters vom 12. Januar 2012)

Wissenschaft: Angst geht normalerweise dem Cannabiskonsum voraus
Nach einer Studie an der staatlichen Universität von Louisiana in Baton Rouge (USA) sind soziale Angststörungen mit Cannabiskonsumstörungen assoziiert. Die Forscher fanden heraus, dass die Angststörungen in den meisten Fällen den Cannabiskonsumstörungen voraus gingen. Sie führten eine Umfrage bei Erwachsenen durch, von denen 2957 Cannabiskonsumstörungen und Angst, 1643 Angst und keine Cannabiskonsumstörung sowie 340 beide Störungen aufwiesen. (Quelle: Buckner JD, et al. Drug Alcohol Depend, 20. Januar 2012 [im Druck])

Wissenschaft: CBD reduziert die Entzündung der Lungenverletzung im Tierversuch
Forscher der Universität von São Paulo (Brasilien) zeigten, dass das nicht psychotrope Pflanzencannabinoid Cannabidiol (CBD) in einem Mausmodell für akute Verletzungen der Lunge die Entzündung reduzierte. Sie stellten fest, dass diese Wirkung durch den Adenosin A(2A)-Rezeptor vermittelt sein könnte. (Quelle: Ribeiro A, et al. EUR J Pharmacol, 12. Januar 2012 [im Druck])

Wissenschaft: Endocannabinoide wirksam im Tiermodell von Zwangsstörungen
Nach Forschung an der Rashtrasant Tukadoji Maharaj Nagpur Universität in Nagpur (Indien) hemmt das Endocannabinoid Anandamid das Verstecken von Murmeln durch Mäuse. Dieses Verhalten ist ein Modell für Zwangsstörungen. Diese Wirkung war durch den Vanilloid-Rezeptor vermittelt. (Quelle: Umathe SN, et al. Neuropharmacology, 11. Januar 2012 [im Druck])

Wissenschaft: Langzeitige Gabe von Cannabinoiden verbessert die geistige Leistungsfähigkeit im Tiermodell
Nach Forschung am Cajal-Institut in Madrid (Spanien) verhinderte die Gabe von synthetischen Cannabinoiden (WIN 55,212-2 und JWH-133) über vier Monate an Mäuse die Entzündung des Gehirns, verringerte die Spiegel von Beta-Amyloid und verbesserte die kognitive Leistungsfähigkeit. Beta-Amyloid ist eine Substanz, die in großen Mengen in Nervenzellen von Patienten mit der Alzheimer-Krankheit gefunden wird und die Nervenzellen entschädigt. (Quelle: Martin Moreno AM, et al. J Neuroinflammation 2012;9(1):8.)

Wissenschaft: FAAH wird nicht durch Propofol gehemmt
In einer Studie an der Medizinischen Hochschule Hannover (Deutschland) mit 56 Personen, die sich einer Vollnarkose mit Propofol oder Thiopental/Sevofluran unterzogen, gab es keinen Unterschied in der Blutkonzentration des Endocannabinoids Anandamid. Die Forscher fanden keinen Hinweis, dass FAAH (Fettsäureamidhydrolase), das für den Abbau von Anandamid verantwortliche Enzym, durch Propofol gehemmt wurde, wie das in einer früheren Studie berichtet worden war. (Quelle: Jarzimski C, et al. Br J Clin Pharmacol, 13. Januar 2012 [im Druck])

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