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IACM-Informationen vom 23. Oktober 2010

USA: Süd-Dakota könnte im November der 15. Staat in den USA werden, der die medizinische Verwendung von Cannabis legalisiert

Im Jahr 2006 war Süd-Dakota der erste Staat in den USA, in dem eine Wählerinitiative für die Legalisierung der medizinischen Verwendung von Cannabis keinen Erfolg hatte. Bei den kommenden Wahlen am 2. November hat das neue Referendum eine wesentlich bessere Chance, die Mehrzahl der Bürger von Süd-Dakota zu überzeugen. Die neue Initiative wurde so gestaltet, dass sie die Sorgen von Menschen ernst nimmt, die befürchten, dass Cannabis in die Hände von Personen geraten könnte, die ihn nur aus Freizeitkonsum-Gründen verwenden wollen.

Wenn das Referendum Erfolg hat, würde es Süd-Dakota zu einem der Staaten mit den strengsten Gesetzen zur Verwendung von Cannabis für medizinische Zwecke machen. Es würde den Zugang auf Patienten mit einer Liste bestimmter Erkrankungen und Beschwerden begrenzen. Es verlangt, dass Patienten eine entwickelte Beziehung zu dem empfehlenden Arzt haben, und es richtet ein staatliches Registrierungs- und Ausweissystem ein. Patienten dürften nicht mehr als eine Unze (etwa 28 Gramm) Cannabis und sechs Pflanzen besitzen. Sie könnten einen Betreuer bestimmen und jeder Betreuer könnte Cannabis für maximal fünf Patienten anbauen.

(Quelle: Drug War Chronicle vom 20. Oktober 2010)

Kurzmeldungen

Wissenschaft: Hyperaktivitätsstörung
An der Medizinischen Hochschule von South Carolina in Charleston (USA) wurden 38 Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Cannabisabhängigkeit 12 Wochen lang mit Atomoxetin oder Placebo behandelt. Die behandelten Patienten wiesen einige Verbesserungen auf einer Skala für den klinischen allgemeinen Eindruck auf. Es gab allerdings keine Wirkungen auf die vom Patienten selbst beurteilten ADHS-Symptome und den Cannabiskonsum. Atomoxetin ist in vielen Ländern zur Behandlung der ADHS erhältlich. (Quelle: McRae-Clark AL, et al. Am J Addict 2010;19(6):481-9.)

Wissenschaft: Schädigung der Netzhaut bei Diabetes
Wissenschaftler an der Medizinischen Fakultät der Universität von Georgia in Augusta (USA) schlugen vor, dass das natürliche Cannabinoid Cannabidiol (CBD) eine nützliche neue Behandlungsoption bei der Schädigung der Netzhaut im Rahmen eines Diabetes (diabetische Retinopathie) sein könnte. (Quelle: Liou G, et al. Curr Pharmacogenomics Person Med 2009;7(3):215-222.)

Wissenschaft: Einstiegsdrogentheorie
Die Einstiegsdrogentheorie besagt, dass Menschen, die Cannabis verwenden wahrscheinlicher andere und härtere illegale Drogen verwenden werden. Durch die Begleitung von 1,286 jungen Erwachsenen fanden Forscher der Universität von New Hampshire (USA) heraus, dass "dieser Zusammenhang die statistische Signifikanz verliert, wenn Stress und Lebensführungsvariablen berücksichtigt werden". In anderen Worten, sie fanden keine Unterstützung für die Einstiegsdrogentheorie. (Quelle: Van Gundy K, Rebellon CJ. J Health Soc Behav 2010;51(3):244-59.)

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