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IACM-Informationen vom 02. Februar 2002

USA: Zweite nationale klinische Konferenz zu Cannabis-Therapeutika

Die zweite nationale klinische Konferenz zu Cannabis-Therapeutika wird am 3. und 4. Mai 2002 in Portland, Oregon, stattfinden. Der Schwerpunkt wird auf der Schmerzbehandlung liegen.

Die Konferenz wird unterstützt von "Patients Out of Time", der Abteilung für Gesundheitsberufe des College von Portland, dem Gesundheitsministerium von Oregon, dem Verein "Mütter gegen Missbrauch von Drogen", und dem Verband der Pflegeberufe von Oregon.

Zu den Referenten zählen Wissenschaftler aus Israel, Großbritannien, Holland, Kanada und den Vereinigten Staaten. Patientenvorstellungen umfassen Schmerzpatienten, die ihre Cannabis-Medizin von der amerikanischen Regierung erhalten, solche, die durch das Gesetz für medizinisches Marihuana in Oregon unterstützt werden, und weitere Patienten von verschiedenen Staaten.

Informationen zur Teilnahme und Einzelheiten der Konferenz sind bald unter www.medicalcannabis.com/ erhältlich.

Wissenschaft: THC nicht Megestrolazetat überlegen

THC (Dronabinol) war Megestrolazetat nicht bei der Appetitsteigerung von Krebspatienten überlegen. Dies sind die Ergebnisse einer Studie, die im Januar im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht wurden.

Amerikanische und kanadische Forscher fanden, dass 49 Prozent derjenigen, die THC genommen hatten, von einem verbesserten Appetit berichteten, gegenüber 75 Prozent bei denen, die Megestrolazetat verwendeten. Nur 3 Prozent in der Dronabinol-Gruppe und 11 Prozent in der Megestrol-Gruppe hatten mehr als 10 Prozent an Gewicht über dem Ausgangswert zugenommen. Eine Kombination beider Mittel verbesserte die Ergebnisse gegenüber der alleinigen Gabe von Megestrolazetat nicht.

Patienten erhielten entweder 800 mg Megestrolazetat, 2 x 2,5 mg Dronabinol oder beide Medikamente. Insgesamt waren zwischen Dezember 1996 und Dezember 1999 469 Krebspatienten mit Gewichtsverlust in die Studie aufgenommen worden. Die Studie war als gemeinsame Untersuchung der Nord-Zentral-Krebsbehandlungsgruppe und der Mayo-Klinik durchgeführt worden.

(Quellen: Jatoi A, et al. J Clin Oncol 2002;20(2):567-573; WENN via COMTEX vom 28. Januar 2002)

Kurzmeldungen

USA: Umfrage in Maryland
Bei einer Telefonbefragung von 833 registrierten Wählern in Maryland erklärten 37 Prozent der Befragten, dass Sie eher einen Politiker unterstützen würden, der die Verwendung von Marihuana durch Patienten unterstützt, wenn diese eine ärztliche Erlaubnis besitzen. 40 Prozent erklärten, die Haltung eines Kandidaten zur medizinischen Verwendung von Cannabis würde ihre Wahl nicht beeinflussen. 18 Prozent sagten, sie würden einen solchen Kandidaten eher nicht unterstützen und 5 Prozent waren unentschlossen. (Quelle: Washington Times vom 19. Januar 2002)

Wissenschaft: Wechselwirkung mit Nikotin
In Tier-Studien wurde die Wechselwirkung von THC und Nikotin untersucht. Nikotin erleichterte deutlich die Abnahme der Körpertemperatur, die Schmerzlinderung und die reduzierte Bewegungsabnahme durch THC. Zudem verursachte die gleichzeitige Gabe niedriger THC- und Nikotindosen eine angstlösende Reaktion in zwei Tests. Tiere, die gleichzeitig THC und Nikotin erhalten hatten, zeigten eine Abnahme der Toleranz gegenüber Nikotin und eine Zunahme der durch Cannabinoid-Antagonisten ausgelösten Entzugssymptome. (Quelle: Valjent E, et al. Br J Pharmacol 2002 Jan 2;135(2):564-578)

Kanada: Diskussion zur Verzögerung
Ein Artikel in der Zeitung Edmonton Sun hat eine Diskussion darüber ausgelöst, ob der wahre Grund für die jüngst angekündigte Verzögerung der Verteilung medizinischen Cannabis durch die Regierung Probleme mit einer Konvention der Vereinten Nationen sein könnte. Die UN-Konvention zu Betäubungsmitteln von 1961 erlaubt den Ländern die Verwendung von verbotenen Drogen nur für wissenschaftliche oder medizinische Zwecke. Der medizinische Nutzen von Cannabis sei jedoch möglicherweise nicht hinreichend belegt. (Quelle: Edmonton Sun vom 19. Januar 2002)

Großbritannien: Cannabis zur Entspannung
Weibliche Mitglieder der größten Handelsgewerkschaft Großbritanniens fordern die Legalisierung von Cannabis. Sie haben ein ungewöhnliches Argument: Die Droge biete Frauen eine kalorienfreie Art der Entspannung, im Gegensatz zu Alkohol. Ein entsprechender Antrag wird beim Treffen der Gewerkschafts-Frauen in Cardiff, Wales, in diesem Monat diskutiert. Die Delegierten vertreten 900.000 Frauen. Der Antrag wird vermutlich keine Mehrheit finden. (Quelle: Reuters vom 22. Januar 2002)

Kanada: Teehaus geschlossen
Ein Marihuana-Teehaus in Vancouver, das von Regelungen der Regierung zu medizinischem Marihuana profitieren wollte, wurde geschlossen, zwei Monate nach seiner Öffnung. Die Polizei verschloss die Türen am letzten Wochenende und verhaftete zwei Personen, die an der Betreibung des Teehauses beteiligt waren. (Quelle: Globe and Mail vom 25. Januar 2002)

Blick in die Vergangenheit

Vor einem Jahr

Vor zwei Jahren

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